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Fäulnis oder Gärung mit der Waerland-Kost

Are Waerland der als junger Mensch selbst häufig unter diversen Krankheitssymptomen litt entwickelte im Selbstversuch eine Ernährungslehre die sich gänzlich gegen die moderne „Zivilisationskost“ wendet. Für Waerland ist der Mensch kein Allesfresser, sondern gleich wie Menschenaffen, ein pflanzlicher Frischköstler. Anders wie bei Raubtieren ist der Darm von solchen Vegetariern viel länger.

 

 
Begriffe aus dem Lexikon:
Dies führt dazu, dass Fleischliche Nahrung, Fisch und Eier im Darm zu faulen beginnen. So entsteht ein Fäulnismilieu in der Darmflora die schnell zu einer Übersäuerung führt, was der Gesundheit nicht zuträglich ist.
Was hingegen gut ist für den Menschen ist, ist ein Gärungsmilieu, das beispielsweise durch gesäuerte Milchprodukte (Buttermilch, Kefir), Sauerkraut, Brottrunk oder einem Getreidebrei namens „Kruska“ hergestellt wird. Wer eine laut Waerland optimal funktionierende Verdauung besitzt hat nach gängiger Ärztemeinung wohl eher Durchfall, die Menschen einer modernen Zivilisation nach Waerlands Ansicht jedoch Dauerverstopfung.

 

Are Waerland hatte große Erfolge und eine große Anhängerschaft Mitte des letzten Jahrhundert. So glaubte und prophezeite er, dass mit der richtigen Lebensführung ein Mensch gut und gerne 120 Jahre alte werden könne. Als er mit 79 starb hatte er selbst diese Ziel zwar nicht erreicht, jedoch in seiner Ehefrau Ebba eine Nachfolgerin gefunden, die seine Erkenntnisse als die Waerland-Therapie aufrechterhielt.
Diese Therapie ist eine recht strenge Diät, die sich mit vielen anderen gängigen Lehrmeinungen kreuzt, die aber vielen kranken Menschen schon geholfen hat.