Gesund weil vollwertig - die Vollwertkost
Vollwerternährung ist überwiegend vegetarisch und legt großen Wert auf frische und unbehandelte Lebensmittel und Vollkornprodukte. Das Wort ‚Vollwertkost’ geht zurück auf Werner Kollath. Praktiziert wurde das Prinzip einer vollwertigen Ernährung jedoch schon Ende des 19. Jahrhundert von Naturheilkunde- und Lebensreformbewegungen.
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Begriffe aus dem Lexikon: |
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Hintergrund dieser Bewegungen war das Zeitalter der Industrialisierung. Die Moderne führe durch ein Zuviel an Fleisch und Fett, zu viel Zucker und Weißmehl, durch zu viel an Salz, Gewürz und Genussmitteln zu ungesunden Menschen. In dieser Zeit war dieses Wissen nur für eine kleine elitäre Gruppe des Bildungsbürgertums zugänglich und durchführbar. Theodor Hahn betonte die Bedeutung von Vollkornbrot für den menschlichen Organismus. Er soll das „Grahambrot“ eingeführt haben.
Für Sebstian Kneipp sollte Nahrung möglichst einfach und wenig verarbeitet sein. Maximilian Bircher-Benner, der das Bircher-Müsli zusammenstellte legt besonderen Wert auf pflanzliche Kost, bei der alle genießbaren Pflanzenteile, besonders das Blatt möglichst roh zu verzehren sind. Besonders bekannt sind die sechst Wertstufen des Werner Kollath. Vollwertige Nahrung, das ist Nahrung der Wertsufe 1. Dies sind nur frische, unveränderte und nichterhitzte Lebensmittel. Wertstufe 2 beschreibt mechanisch veränderte Nahrung, Wertstufe 3 enzymatisch veränderte, Wertstufe 4 hitzbehandelte, Wertstufe 5 konservierte und zuletzt Wertstufe 6 isolierte Lebensmittel. Möglichst unbehandelt gilt als möglichst wertvoll.
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