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Anthroposophische Ernährung : Biologisch dynamisch und gesund

Anthroposophie geht auf den Österreicher Rudolf Steiner zurück. Dieser entwickelte eine ganzheitliche Philosophie unter anderem der Ernährung. Ernährung dient dazu geistige Entwicklungszustände zu erreichen, da auch der Nahrung eine geistige Dimension zugeschrieben wird.

 

 
Begriffe aus dem Lexikon:
Anthroposophische Ernährung konzentriert sich vor allem auf biologisch-dynamischen Landbau, der gesunde pflanzliche, weniger tierische Produkte, hervorbringt. Vollkornmehl ist Weißmehl vorzuziehen. Erst im ganzen Korn sind alle Lebenswichtigen Stoffe enthalten. Fleischkonsum hat negative Auswirkungen auf das Nervensystem des Körper.
Generelle Verbote spricht Steiner nicht aus. Eiweiße sind als Trägersubstanz für das Leben wichtig, sollten aber hauptsächlich über Getreideeiweiße eingenommen werden. Zu viel Eiweiß macht krank und kann zu Arterienverkalkung führen. Kohlenhydrate sind „Gehirnnahrung“ und für den Körperaufbau verantwortlich. Nachtschattengewächse wie Kartoffeln, Tomaten oder Paprika sind zu vermeiden.

 

Eine wichtige Rolle in der anthroposophischen Lehre spielen Kiesel, Kieselsäuren und Silikate. Diese werden über Vollkorngetreide aufgenommen. Wer zuwenig davon hat kann unter Haltungsschäden leiden oder Probleme mit Nägeln, Haut und Haaren haben. Die pflanzliche Ernährung ist die Grundlage eines innerlich kräftigen Menschen. Eine Pflanze besteht aus drei Bereichen die jeweils auf verschiedene Körperregionen wirken. Die Wurzel ist salz- und mineralstoffhaltig und wirkt auf den Kopf. Das Kraut einer Pflanze enthält Fette die auf die Brust wirken. Die Blüten und Früchte sind eiweißhaltig und sie wirken auf den Unterleib.
Befürwortet wird eine gesunde Mischkost, die Früchte und Obst roh verspeist, zu Entlastung der Verdauung Getreide und Wurzelfrüchte erhitzt.