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Diät bei Krankheit

Bei vielen Krankheiten verordnet der Arzt dem Patienten eine bestimmte Ernährung. Hier wird es ganz deutlich, wie sehr die Ernährung Einfluss auf sämtliche Abläufe im Körper hat: Sie entscheidet darüber, ob der Patient krank oder gesund ist, oder im extremsten Fall sogar über Leben und Tod. Im besten Fall trägt die Ernährung zu einer kompletten Heilung bei; in manchen Fällen müssen die Patienten allerdings ihr Leben lang Diät halten, um dem Verlauf der Krankheit Einhalt zu gebieten.

 

Bei den Stoffwechselkrankheiten Diabetes und Gicht müssen die Patienten ihr Leben lang auf ihre Ernährung achten. Bei Gicht gilt es, harnsäurehaltige Lebensmittel vom Speisezettel zu streichen, Diabetiker müssen generell auf ihre Ernährung achten, vor allem auf die Kohlenhydrate, um ihren Blutzuckerspiegel möglichst konstant zu halten. Auch bei vielen Erkrankungen der Nieren und der Leber ist eine Diät unverzichtbar, beispielsweise bei einer Leberzirrhose oder bei Nierenversagen.

 

Eine Diät ist vor allem auch bei Lebensmittelunverträglichkeiten unabdingbar. Hier muss der Patient meist sein Leben lang auf das oder die Lebensmittel verzichten, die er nicht verträgt. Bei Zöliakie beispielsweise wird Gluten nicht vertragen, ein Eiweiß, das in fast allen Getreidearten vorkommt. Zöliakie-Patienten müssen also lebenslang auf praktisch alle aus Getreide hergestellten Produkte – Brot, Nudeln, und auch Bier – verzichten, da sie sonst ihre Darmschleimhaut schädigen würden.

Ähnliches gilt bei der Laktose-Intoleranz. Wer an dieser weltweit sehr verbreiteten Lebensmittelunverträglichkeit leidet, verfügt nicht über das zur Verdauung von Milchzucker notwendige Enzym. Inzwischen kann das notwendige Enzym in Tablettenform verabreicht werden, so dass Milch und Milchprodukte nicht mehr komplett vermieden werden müssen.