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Gefahren bei Diäten

Viele Diäten können auch gefährlich sein, vor allem die unausgewogenen Crash-Diäten und einige der jährlich auftauchenden Trend-Diäten bergen auch einige Gefahren für die Gesundheit. Bei vielen ist der Jojo-Effekt sowieso vorprogrammiert, manche können auch für gefährliche Fehlernährung oder Mangelerscheinungen sorgen.

 

Die Gefahr einer Fehlernährung ist nicht sehr groß, wenn einer Diät, die nur auf einem speziellen Lebensmittel basiert, nur eine Woche durchgehalten wird. Viel wahrscheinlicher als der angekündigte Effekt von „3 Kilo weniger in einer Woche! Mit der neuen Birnen-Diät!“ ist eine mehr oder weniger lange dauernde Abneigung gegen Birnen; wer tatsächlich drei Kilo abnimmt, nimmt sie höchstwahrscheinlich wieder zu, wenn wieder „normal“ gegessen wird.

 

Der bekannte und gefürchtete Jojo-Effekt ist eine Gewichtszunahme nach Diäten, die oft für ein höheres Gewicht sorgt als vor der Diät. Der Grund: Bei verminderter Kalorienzufuhr schaltet der Körper automatisch in den Sparbetrieb, drosselt also den Kalorienverbrauch. Der Kreislauf arbeitet langsamer, die Körpertemperatur sinkt, und außer Fett wird auch Muskelmasse abgebaut, was zu einem verminderten Grundverbrauch sorgt. Nach der Diät nimmt der glücklich Erschlankte seine alten Ernährungsweise wieder auf und signalisiert so dem Körper das Ende der gefährlichen Hungerszeit. Nun lagert der Körper wieder Fettvorräte ein, und der gesunkene Grundverbrauch sorgt für eine noch schnellere Gewichtszunahme. Es ist also kein Wunder, dass Diäten oft eine Gewichtszunahme verursachen. Je öfter nun Diäten durchgeführt werden, desto stärker reagiert der Körper und desto schlimmer wird der Jojo-Effekt.

Wer dafür anfällig ist, kann durch eine strenge Diät und starken Gewichtsverlust eventuell sogar in Essstörungen wie etwa Anorexie (Magersucht) abgleiten. Das Erfolgsgefühl („Ich habe meinen Körper besiegt!“), das bei sehr strengen Diäten und beim Fasten auftretende „Fasten-High“ und die Anerkennung der Umwelt für das Abnehmen könnten unter Umständen den Einstieg in eine Essstörung sein.

Auch in Hinblick auf diese Probleme ist es besser, einen langsamen Gewichtsverlust durch gesunde Ernährung und maßvollen Sport anzustreben. So wird das Körpergefühl und die Zusammenarbeit mit dem eigenen Körper gefördert – der Körper ist schließlich kein Feind, den es zu besiegen gilt.